Gefördert 2010 aus dem Quartiersfonds 1:
Historische Wanderungen:
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Mit einer Reihe von geführten Wanderungen begibt sich dieses Projekt der AWO Marzahn-Hellersdorf in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein des Bezirks und den Vereinen BALL e.V. und SOS-Kinderdorf e.V. auf die Spuren der Geschichte des Stadtteils.
Projektlaufzeit: Mai - Dezember 2010
Weitersagen:
+++AKTUELL+++
Das Projekt:
Проект: Исторические походы
В мае стартанул проект "Исторические походы", организацию которого перенял AWO Marzahn-Hellersdorf в тесном сотрудничестве с BALL e.V. и SOS-Familienzentrum. Проект финансируется государственными средствами программы Soziale Stadt и будит длится до конца года.
Один раз в месяц совместно совершаются походы по исторически интересным местам в районе и окрестности.
Участвовать могут все, кто любит путешествовать, хочет ознакомится с новыми местами, а так же приобрести новых знакомых.
Schon vorbei ...:
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21.11.2010, Auf den Spuren der Familie Siemens. Wir fahren zum S-Bahnhof Biesdorf, um dort den Schlosspark und das Schloss Biesdorf zu besichtigen und auch einiges über die Familie Siemens zu erfahren.
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24.10.2010, Sehenswürdiges im und um das Quartier Hellersdorfer Promenade. Von der namensgebenden Fußgängerzone geht es zum Stadtteilzentrum „Helle Mitte“, von dort zum historischen Stadtgut Hellersdorf und dann zum Neubaugebiet am Landsberger Tor, wo sich der alte Dorffriedhof von Marzahn befindet. Die Wanderung führt weiter durch das Dorf Marzahn, zum Freizeitforum Marzahn und über die Marzahner Promenade zum Ziel S-Bahnhof Marzahn.
26.09.2010, In die „Gärten der Welt“ nach Marzahn.
Mehr zu den "Gärten der Welt": www.gruen-berlin.de
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29.08.2010, Zum "Schleipfuhl", einem eiszeitlichen Soll am Rande der Großsiedlung Hellersdorf. Wir wandern zunächst zur Brücke Kastanienallee, zum U-Bahnhof Cottbuser Platz, dann über die Carola-Neher-Straße und die Uckermarkstraße und streifen das Siedlungsgebiet. Endpunkt ist der Schleipfuhl. Von dort geht es dann wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Mehr über den "Schleipfuhl": www.berlin.de
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20. Juli 2010, Grün vor der Haustür. Diesmal wollen wir die grüne Umgebung direkt vor unserer Haustür kennen lernen. Von unserem Treffpunkt aus wandern wir zum Landschaftsschutzgebiet "Hönower Weiherkette" und zum Krautpfuhl am U-Bahnhof Hönow. Dann geht es weiter an der Ostseite des Haus- und des Reetzsees und nach Mehrow. Über die „Schmale Rinne“ kommen wir durch den Wald, über den Landsberger Heerweg und den Steinhöfelsee bis hin zum Kaufpark Eiche.
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13. Juni 2010 - An der Wuhle entlang - Vom Treffpunkt Hellersdorfer Promenade 17 aus zur Bersarin-Brücke. Von dort zunächst um den Ahrensfelder Berg herum. Anschließend auf seine Plattform, von der aus man eine herrliche Aussicht auf die nähere Umgebung hat. Anschließend mmer an der der Wuhle entlang, bis zum S- und U-Bahnhof Wuhletal.
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16. Mai 2010 - Den Hellersdorfer Graben entlang
Um interessante Spuren der Vergangenheit zu entdecken, braucht man nicht in die Ferne zu schweifen, sie liegen oft genug vor der eigenen Haustür. Zum Auftakt der „Historischen Wanderungen durch den Bezirk“ ging es zunächst ins Landschaftsschutzgebiet "Hönower Weiherkette", einem Biotop, dass mit seinen zwölf Pfuhlen auf 50 Hektar Fläche Lebensräume für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bietet. Das Biotop lädt mit seinen Rad- und Wanderwegen zur aktiven Erholung und ein schützt außerdem die Großsiedlung vor dem Verkehrslärm der Fernverkehrsstraße.
Wer weiß eigentlich noch, dass der „Theaterplatz“ an das „Weite Theater“ erinnert, dass im Jahr 1991 von einigen Enthusiasten ins Leben gerufen wurde und über Jahre mit seinen eher unkonventionellen Aufführungen das Publikum begeisterte. Seit 2002 hat es sein Domizil in der Lichtenberger Parkaue und zwar in dem Gebäude, indem sich einst ein Gymnasium und später das „Zentralhaus der Jungen Pioniere German Titow“ befanden.
Durch eine Mischung von sanierten Häusern und wunderbar grünen Ecken ging es schließlich zum Stadtteilpark am U-Bahnhof Hellersdorf, dessen östlicher Teil unter dem Namen Kurt-Julius-Goldsteinpark am 19. April 2010 eingeweiht wurde. Kurt Goldstein wurde als Jude und Kommunist während der Zeit des NS-Regimes verfolgt, musste mehrere Jahre im Vernichtungslager Auschwitz und später im KZ Buchenwald verbringen und leistete nach dessen Selbstbefreiung mit tausend anderen Häftlingen den berühmten Schwur „Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus“. Als Vizepräsident und Ehrenpräsident des Internationalen Auschwitzkomitees leistete Kurt Julius Goldstein seinen Beitrag im Kampf gegen das Vergessen.
Der Stadtteilpark war bereits Anfang der neunziger Jahre Bestandteil der Planungen für das neue Stadtteilzentrum. Durch die Pleite des Investors MEGA AG verzögerte sich seine Fertigstellung, die Mittel flossen nun unter anderem aus dem „Stadtumbau Ost“, im Jahr 2007 konnte der erste Abschnitt der Regine-Hildebrandt-Park fertig gestellt werden. Nicht nur die wunderschön gestaltete Anlage lädt zum Verweilen ein, auch die Inschriften auf den Edelstahlbändern, die zum Teil auf Aussprüche der unvergessenen SPD-Politikerin Regine Hildebrandt zurück gehen, regten die Teilnehmer der Wanderung, wie schon viele andere Menschen, zum Schmunzeln an.
Nach gut anderthalb Stunden gelangte die Wandergruppe zum Ziel, den U-Bahnhof Cottbuser Platz, dessen südlicher Vorplatz ebenfalls sehr geschichtsträchtig ist. Während der Erschließungsarbeiten für den Bau des Wohngebietes wurden durch eine Gruppe von Bodendenkmalpflegern des Märkischen Museums unter Leitung von Dr. Heinz Seyer Besiedlungsspuren aus ältester Zeit freigelegt. Darunter befanden sich eine frühgermanische Siedlung aus dem 1. Jahrhundert vor Christus, eine spätgermanische Siedlung, die 500 Jahre später angelegt wurde und ein slawische Siedlung aus dem sechsten bis achten Jahrhundert.
Die Teilnehmer konnten nicht nur viel Wissenswertes aus der Geschichte ihres unmittelbaren Wohnumfeldes erfahren, sondern sie kamen auch persönlich ins Gespräch. Einige werden bestimmt auch am 13. Juni wieder mit dabei sein, wenn es dann heißt „Die Wuhle entlang“.
Text: André Gaedecke
Kontakt und weitere Informationen:
AWO Arbeiterwohlfahrt
Kreisverband Marzahn-Hellersdorf
Kastanienallee 53/55
12627 Berlin
Tel.: 99 28 21 09
e-Mail: awohellersdorf@aol.com








