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Dieses Projekt wird gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms "Soziale Stadt".

NEUIGKEITEN:

Einweihung des Kurt-Julius-Goldstein-Parks:

Kurt-Julius-Goldstein-Park Hellersdorf. Foto: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf



Der zweite Bauabschnitt im Stadtteilpark "Helle Mitte" wurde am 11.04.2010 feierlich eingeweiht. Im Beisein der Vizepräsidentin des deutschen Bundestags, Petra Pau, der Landesvorsitzenden des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Petra Rosenberg, der BVV-Vorsteherin Petra Wermke, Vertretern des Bezirksamts und der demokratischen Parteien im Bezirk, Freunden, Weggefährten, Familienangehörigen und Anwohnern erhielt das innerhalb von drei Jahren gestaltete Areal den Namen "Kurt-Julius-Goldstein-Park".

Renè Goldstein, Sohn des 2007 verstorbenen Namensgebers, dankte im Namen der Angehörigen für diese Ehrung. Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle erinnerte in ihrer Gedenkrede an das stetige Wirken Goldsteins als Kommunist und Antifaschist. Sie verwies in ihrer Rede auf die Aktualität des Schwurs von Buchenwald und seine Aktualität in der heutigen Auseinandersetzung mit faschistischem Gedankengut.

Kurt Julius Goldstein war Kämpfer der Internationalen Brigaden in Spanien 1936-1939, Überlebender der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald, Ehrenpräsident des Internationalen Auschwitz Komitees und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/BdA). Als Zeitzeuge und aktiver Kämpfer gegen heutige Formen faschistischer Ideologie machte er sich den Schwur von Buchenwald zur Lebensaufgabe. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes lebte viele Jahre, bis zu seinem Tod, in Berlin-Biesdorf. 

Im Anschluss an die Namensgebung zeigte das "Bündnis KEIN VERGESSEN" im Audimax der Alice-Salomon-Hochschule in unmittelbarer Nähe des Parks das Filmportrait "Vorwärts und nicht vergessen" von Ingrid Strobl über Kurt Julius Goldstein. Hans Coppi, Vorsitzender des VVN/BdA, berichtete über seine Erlebnisse und Erfahrungen mit Julius Goldstein.

Der Kurt-Julius-Goldstein-Park wurde aus Mitteln der Deutschen Bahn im Zuge von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen hergestellt. Seit Frühjahr 2006 entstand auf der Fläche am U-Bahnhof Hellersdorf östlich der Riesaer Straße ein barrierefreies und naturnahes Erholungsgebiet.

Von zwei Aussichtspunkten geht der Blick über eine 6.000 Quadratmeter große Feuchtwiese und zwei natürliche Röhrichtteiche auf einer Fläche von 7.150 Quadratmetern. Ein freier Blick auf die neue Grünanlage eröffnet sich auch von dem rund 70 Meter langen, geschwungenen Fußgängersteg aus Stahl, der das Feuchtbiotop zwischen dem Ausgang des U-Bahnhofs und der Heidenauer Straße überspannt.

Im Parkgelände mussten rund 190 Pappeln verschiedener Größe gerodet werden. Dafür sollen bald 165 Bäume, 7.800 Sträucher und 55.500 Gräser- und Stauden mit ihrem Grün Raum greifen. Im Umfeld wurden weitere 547 Bäume gepflanzt und 20.000 Blumenzwiebeln gesteckt.

Insgesamt wurden in die Grünanlage rund 2,3 Millionen Euro von der Deutschen Bahn (2 Millionen Euro) und dem Land Berlin (300.000 Euro) investiert.
 

Text: RE/KM
Fotos: Reno Engel

 

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