Die KIEZREPORTER berichten
Eine neue Frisur ist wie ein neues Leben, aber nicht für den Frisör
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Die Hitze in der letzten Woche war wirklich unerträglich. Wenn dann auch noch die Haare viel zu lang sind und ins Gesicht hängen, leidet man ganz besonders.
Lange Rede – kurzer Sinn: Ich brauche eine Sommer-Frisur. Haare schneiden ist allerdings Vertrauenssache. Wo finde ich einen guten Frisör? Nach kurzer Online-Recherche weiß ich, dass es in Hellersdorf mindestens 20 Frisör-Salons gibt. Wie soll man sich da entscheiden – vielleicht preisbewusst?
Im Stadtteilzentrum gibt es jede Menge Frisör-Salons mit Angeboten, wie z.B. „Waschen-Schneiden: 10€“. Was kann ich aber für diesen Preis erwarten? Meine Freundin Larissa K. hilft: „Wieviel du zahlst, hängt nichts damit zusammen, wie du danach aussiehst.“
Warum also unnötig Geld ausgeben? Andererseits bin ich ein sozialer Mensch. Was bleibt denn dem Frisör, wenn ich mich für ein Zehn-Euro-Angebot entscheide? Unter Abzug der laufenden Fixkosten garantiert nicht allzu viel. Über den Lohn der Angestellten mag ich schon gar nicht mehr nachdenken.
„Frisöre zählten schon immer zu den am schlechtesten bezahlten Berufsgruppen“ meinte einst meine Schwiegermutter (gelernte Friseurin).
Trotzdem: Soll das im Zeitalter der Dumping-Löhne ein Maßstab sein?
Text & Foto: Janka Neumann
Juli 2010
KIEZREPORTER - was ist das denn ?
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