Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade

Kooperationsforum Alice Salomon Hochschule - Bezirk Marzahn-Hellersdorf

Das „Kooperationsforum Alice Salomon Hochschule – Bezirk Marzahn-Hellersdorf“ wurde im Herbst 2008 anlässlich der ersten öffentlichen Präsentation des Films „Hellersdorf ist nicht Sibirien“ (Filmemacherinnen: Susanne Hecht und Barbara Jung) gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Bürger_innen, Akteurinnen und Akteure des Bezirks sowie Angehörige der ASH Berlin.
Das Kooperationsforum versteht sich als informelle, regelmäßig tagende, aktive Gruppe von Interessierten aus dem Bezirk und der Hochschule. Es ist offen für alle, die an einer Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Hochschule und Bezirk, Stadtteil, Quartier mitwirken möchten.

Interessierte sind jederzeit willkommen! Sie können ihre email-Adresse auf die Mailingliste des Kooperationsforums aufnehmen lassen und regelmäßig Informationen über Aktivitäten und Termine des Kooperationsforums erhalten.

Aktuelle und langjährige Teilnehmer_innen am Kooperationsforum sind u.a.:
Gabriele Kokel, Heiko Tille (Jugendamt),
Gisela Peter (Verein zur Förderung der Peter-Weiss-Bibliothek e.V.),
Daniela Kuhnert (Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade),
Michael Müller (Straßen- und Grünflächenamt),
Dana Pupkowski (KIDS & CO g.e.V./ JFE Senfte 10),
Elke Herden (S.T.E.R.N. GmbH, Gebietsbeauftragte für Stadtumbau),
Sabine Weskott (SOS Kinderdorf e.V./SOS-Familienzentrum Berlin),
Liza Kis (Stiftung SPI),
Regina Troeder (Freilandlabor Marzahn der INU gGmbH),
Oliver Fehren, Bettina Völter (Alice Salomon Hochschule Berlin)

Ziele des Kooperationsforums sind:

  • Begegnungen zu ermöglichen und wechselseitig Vertrauen zu schaffen
  • Zugänge zu Trägern/Projekten/Personen im Bezirk resp. zu Lehrenden/Veranstaltungen/Projekten in der Hochschule zu erleichtern
  • gemeinsame Projekte zu entwickeln und zu verwirklichen sowie dabei
  • sich zu informieren und
  • Vorbehalte und Schwellen abzubauen.

Der Effekt ist eine „win-win-Situation“: Die Interessierten der Hochschule profitieren von der Möglichkeit, die sozialräumliche Umgebung, die Kooperationschancen mit professionellen Einrichtungen, die aktuellen Themen des Bezirks für Forschung, Lehre und institutionelle Entwicklung sowie andere Gelegenheiten (wie Cafés, Kunsträume, Freizeiteinrichungen etc.) im Bezirk kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und diese an Kolleginnen und Kollegen zu vermitteln. Umgekehrt können Akteurinnen und Akteure des Bezirks die Potenziale der Hochschule erfahren, um ggf. die ASH als starke Partnerin z.B. für professionelle Bedarfe sowie die sozial-politische Entwicklung gewinnen zu können.
Inhaltlich, vom Bedarf her und unter Gesichtspunkten zivilgesellschaftlichen Engagements spricht einiges für Kooperationen zwischen Hochschule und Stadtteil: Der Bezirk ist in mehrfacher Hinsicht „Spitzenreiter“ im Monitoring Soziale Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfügt er über eine hohe Dichte an qualifizierten öffentlichen und freien Trägern der Sozialen Arbeit, von Bildung und Gesundheit. Die Arbeitsweise des Jugendamts zeichnet sich durch eine konsequente Sozialraumorientierung aus. Die genannten Arbeitsfelder werden in der ASH Berlin unterrichtet und beforscht. Insofern sind Kontakte zur beruflichen Praxis vor Ort von besonderem Interesse. Die Initiierung regionaler Kooperationen wird vom Berliner Senats von den Hochschulen erwartet und abgeprüft.

Das „Kooperationsforum“ hat wesentlich dazu beigetragen, dass seit 2008 eine wechselseitige Öffnung von Hochschule und Bezirk stattfand:
Dies gelang und gelingt durch:

  • regelmäßige mehrmals im Jahr stattfindende  (2-3stündige) Treffen an wechselnden Orten (ASH sowie Einrichtungen des Bezirks)
  • Email-Adressverteiler, der auch Interessierte erreicht, die nicht an den Treffen teilnehmen (z.B. mittels Ankündigungen und Protokollen über die Sitzungen)
  • wechselseitige Informationen über: Strukturen, institutionelle Abläufe, Hintergrundgeschichten, Termine, Verfahren ... innerhalb der Hochschule sowie in sozialen und pädagogischen Einrichtungen des Bezirks und im bezirklichen Netzwerkgeschehen
  • Organisation von themenorientierten Spaziergängen im Bezirk, den sogenannten „Spazierblicken“
  • die Initiierung und Gestaltung weiterer eigener, überschaubarer Projekte

Alle durch das Kooperationsforum initiierten Projekte zielen auf die Stärkung von Kooperation und wechselseitigem Vertrauen (Verbindlichkeit, gemeinsame Erfolge, wechselseitige Nutzung von Potenzialen und Kreativität, wechselseitiges Kennenlernen der Akteure sowie der Strukturen und Abläufe der jeweils beteiligten Institutionen). Die Projekte sind bewusst so angelegt, dass sie die Kooperation mit einem darstellerischen Ausdruck symbolisieren. Dazu gehört, dass die Ergebnisse gleichermaßen nutzbar und sichtbar im Stadtraum und für die Hochschulangehörigen sind. Bisher konnten u.a. gemeinsam initiiert und/oder durchgeführt werden: Spazierblicke, Wissenschaftscafés und Filmvorführungen im Stadtteil unter Beteiligung von ASH und Einrichtungen des Bezirks, der Bau einer Litfaßsäule „Helle Info Säule“ als Informationsknotenpunkt auf dem Alice-Salomon-Platz sowie die Ressourcen-Stadtkarte. Beispielhaft seien drei dauerhaft laufende Projekte kurz vorgestellt:

  • Die Spazierblicke finden fünf Mal im Jahr zu den Semesterzeiten statt und wurden im Sommersemester 2014 auch erstmals zusätzlich für die Erstsemester und ankommenden Austauschstudierenden der ASH Berlin durchgeführt. Die Spazierblicke sind Stadt(ver-)führungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Sie werden vom Kooperationsforum initiiert. Es führen Bürger_innen, Nutzer_innen oder Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung oder Einrichtungen des Stadtteils resp. Bezirks zu Themen ihres Alltags- und Stadt(er-)lebens. So wird der Bezirk aus unterschiedlichen sozialräumlichen Wahrnehmungen vorgestellt. Einer einseitigen Wahrnehmung von Marzahn-Hellersdorf wird damit der vielfältige Blick und das vielfältige Erleben des Bezirks entgegengestellt.
  • Die „Helle Info Säule“ wurde 2010 eingeweiht. Gebaut hat sie der Metallbaukünstler Andreas Kriston nach Entwürfen von Jugendlichen aus einer berufsbegleitenden Maßnahme. Finanziert wurde das Projekt aus Fördermitteln des Quartiersmanagements und von der ASH Berlin. Den Transport und die Aufstellung übernahm das Umwelt- und Naturschutzamt. Das Jugendamt ist Eigentümerin der Säule. Sie dient als Ort der Information zwischen Hochschule und Bezirk, Bürgern und Bürgerinnen sowie Angehörigen der Hochschule. Beworben werden können auf der Hellen Info Säule nichtkommerzielle Veranstaltungen und private Anliegen. Sie kann von allen Menschen genutzt werden, die keine parteigebundenen oder rein kommerziellen Interessen verfolgen.
  • Die Ressourcen-Stadtkarte ist für Studierende und andere Angehörige der ASH Berlin gedacht und auf der website der Hochschule einzusehen: http://www.ash-berlin.eu/eles/map/map.html
    Über die Karte können Interessierte erfahren, was der Bezirk für ihre Bedürfnisse bietet (Restaurants, soziale Einrichungen, Copyshops, Grünflächen zum Erholen, uvm.).
    Hinweise auf überholte Links bitte an fehrenash-berlin.eu.

Die Akteurinnen und Akteure des Kooperationsforums freuen sich über Ihr Interesse, die intensive Nutzung der Litfaßsäule, Ihre Teilnahme an den Spazierblicken, neue Ideen und Ihre aktive Mitarbeit.