Gefördert 2008/2009 aus dem Quartiersfonds 3:
Die KIEZREPORTER berichten über ...
Der KaffeeGarten – eine gemütliche Ausbildungsstätte für grüne Berufe
![]() Der Hellersdorfer Kaffeegarten - Ausbildung im Grünen |
- von Kiezreporter Michael Katzer -
Den kleinen Blumenladen mit angeschlossenem Cafè an der Hellersdorfer Promenade 23 / Ecke Arneburger Straße passieren sicher viele Leser täglich. Wer aber einen Schritt hinter die Eingangstür wagt und einen kleinen Plausch mit den dort arbeitenden Floristinnen hält, erkennt schnell, wofür das Floristik-Geschäft wirklich steht: ein Ausbildungsbetrieb für junge Frauen und Männer, die Schwierigkeiten bei der Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle hatten.
![]() Die Pforte in das Reich der Blumen... |
Erfolgreiche Abschlüsse: Gegründet wurde der Betrieb 2005 von der spok ggmbh und der kiezküchen ggmbh und hat mittlerweile beachtenswerte Erfolge vorzuweisen: Nicht nur hat der erste Jahrgang Auszubildender im Sommer und Winter 2008 den Abschluss geschafft und es haben alle Absolventen Arbeitsplätze gefunden, sondern eine der Absolventinnen wurde für ihre Prüfungsleistung mit dem Zertifikat des FDF (Fachverband deutscher Floristen) für den besten Strauß und das beste Gesteck ausgezeichnet. Bei so viel Erfolg braucht man den nächsten Prüflingen, die im Juli ihren Abschluss vor der IHK-Berlin anstreben, kaum noch Glück zu wünschen (die Daumen werden aber trotzdem gedrückt!).
![]() Eine fröhliche Ausbildungsrunde. |
Das Lehr-Programm für Floristinnen und Floristen: Die Ausbildung beinhaltet mit dem Arrangieren von Sträußen und Gestecken nicht nur die floristischen Grundlagen, sondern durch den angeschlossenen Cafè-Betrieb der kiezküchen auch deren Integration in Tischdekoration und Raumgestaltung sowie floristische Dienstleistungen im Rahmen des Cateringservice der kiezküchen, einem der Hauptkunden der Floristik. Für eintreffende Kunden lohnt sich das ebenfalls: Sie können in entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen die Gestaltung ihres Gesteckes live verfolgen und dabei manchen Tipp von den angehenden Floristinnen zur Pflege ihres Gesteckes erhalten. Diese konnten ihre Fertigkeiten schon mehrfach unter Beweis stellen: So hatten die Azubis der Spok gGmbH in den Jahren 2007 und 2008 durch die Belieferung der VIP-Lounge des EHC-Eisbären Berlin bei Heimspielen mit Gestecken und floristischer Dekoration und die Betreuung der Gäste durch Ausschank von Getränken und Snacks reichlich Gelegenheit zur Profilierung. Mit zum Programm gehört auch eine von der zuständigen Berufsschule Zehlendorf organisierte „Ferienreise“ mit Sprachkurs nach Nizza, einer Region, die nicht nur für Stars, Urlaub und Filme bekannt ist, sondern auch für Blumenbau und Parfum.
![]() Farbenprächtiger Rohstoff |
Programm für Garten- und Landschaftsbau: Da zum Ausbildungsbetrieb auch eine Abteilung für Garten- und Landschaftsbau gehört, kann fast das gesamte Spektrum der Ausbildungsmöglichkeiten in den Berufen mit „Grünem Daumen“ vermittelt werden. So kann zum Beispiel die Pflege und Gestaltung von Hausgärten, Wohnanlagen, Schulen und Kindergärten, Sportanlagen, Friedhöfen und ganzen Parks übernommen werden, egal ob Neuanlage, Umgestaltung oder Pflege. Im Stadtteil Hellersdorf waren die Azubis daher auch an der Gestaltung der Außenanlagen der Modellblöcke des Europaviertels beteiligt: Hier wurden Gehwegplatten verlegt und die Bepflanzung durchgeführt.
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Lehrlinge benötigen: Für eine Ausbildungsstelle im Kaffeegarten wird ein Vermittlungsvorschlag der Arbeitsagentur bzw. ein Bildungsgutschein für eine Umschulung zum Floristen/zur Floristin benötigt. Bei Interesse gibt Fr. Schnitzler, Ausbildungsleiterin der spok ggmbh, Auskunft: Tel.: 030/48 52 23-84.
![]() Taufrisch und immer beliebt ... |
Übrigens: Für all diejenigen, die in der Hektik des täglichen Lebens noch in letzter Minute nach einem passenden Bouquet für Pfingsten, Fronleichnam oder eine private Gelegenheit suchen, hilft wohl nur der Hinweis, dass Rosen vorhanden sind, Bestellungen jederzeit gerne angenommen und gekonnt bearbeitet werden, und Aufträge hier insbesondere der Ausbildung des lokalen Nachwuchses zugutekommen – denn ohne Aufträge keine Routine. Der Kaffeegarten ist Montags bis Freitags von 8:00 – 18:00 geöffnet.
Idee & Text: Michael Katzer,
ehrenamtlicher KIEZREPORTER
Fotos: Michael Katzer; spok gGmbH
Mai 2009







