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Arbeitsschwerpunkte 2012 im Quartier: Wo sehen Sie besonderen Handlungsbedarf?

Liebe Bewohner/-innen, wo drückt aus Ihrer Sicht  der Schuh am meisten im Quartier ? In welchen Tätigkeitsfeldern sehen Sie für 2012 besonderen Handlungsbedarf?
(Bitte entscheiden Sie sich für eines der Themenfelder.)

(Wenn Sie Ihre Meinung ausführlicher begründen wollen, schreiben Sie uns doch einen Leserbrief. Ihr QM-Team)

 

Ich finde wichtig ...

gute Nachbarschaft, gemeinsame Erlebnisse
Gestaltung für Brachflächen, Pflege für Grünflächen
gute Kitas und Schulen
aktive Beteiligung der Bewohner
Arbeit, Beschäftigung, Qualifizierung
Kunst und Kultur im Quartier
besseres Image für den Kiez
andere Bereiche
Ich wohne nicht im QM-Gebiet.

Dieses Projekt wird gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms "Soziale Stadt".

Gefördert 2009 aus dem Quartiersfonds 1 ("Aktionsfonds"):

Puppentheater-Workshop "Puppen träumen anders"


Kinder der 3. und 4. Klassen der Pusteblume-Grundschule in der Kastanienallee erarbeiten beim Workshop ein Puppentheaterstück. Sie wählen einen geeigneten inhaltlichen Stoff aus und basteln die Puppen, das Bühnenbild und weitere Dekorationen für das Theaterstück selbst.

In der künstlerischen Auseinandersetzung erlernen sie Toleranz und setzen sich mit den Problemen von Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit auseinander.

Projektlaufzeit: bis Dezember 2009

 

Sommer 2009: Die Puppen entstehen





Vor den großen Ferien haben wir uns im Schulhort der Pusteblume-Grundschule mit den Hortkindern bereits viermal für die Projektarbeit getroffen. Wir treffen uns immer in der Schulzeit am Mittwoch um 15:00 Uhr im Hort.

Hier haben die Hortkinder - egal aus welcher Klasse - mmer die Möglichkeit, an dem Projekt mitzuarbeiten. Der größte Teil der der Kinder aus der  Arbeitsgruppe kommt regelmäßig zu den Projektnachmittagen.

Wir haben uns vorgenommen mit den Hortkindern ein Handpuppentheaterstück mit dem Titel "Die Papus aus Papunien“ zu inszenieren.

Im Rahmen eines Ablaufplanes werden wir zusammen mit den Kindern die entsprechenden Puppenköpfe bauen, die Kostüme herstellen sowie zwei Bühnenbilder bauen.

Was aber besonders wichtig ist, ist die Umsetzung der Geschichte in einem Puppentheaterstück. Wobei die inhaltliche Thematik der Geschichte mit der Arbeitsgruppe besonders erörtert wird und es auch schon zu einigen interessanten Diskussionen gekommen ist.

Text & Fotos: Günter Els
Interkulturelles Puppentheater Babel e.V.
Projektleiter
August 2009


Das Stück: "Die Papus aus Papunien"

Karl und Konrad wohnen zusammen in einem Haus am Waldrand.
Jeden Montag gehen sie ins Dorf und kaufen Vorräte ein.
Vor dem Supermarkt treffen sie Frau Strauss. Sie ist umringt von Dorfbewohnern und schnattert aufgeregt:
„Habt ihr schon gehört? Papus aus Papunien sind in die Gegend gezogen. Das sind Fremde, die keiner kennt.
Nehmt euch lieber in Acht.“

Abends verriegeln Karl und Konrad Türen und Fenster.

Am nächsten Tag regnet es und auch am Tag danach.
Karl und Konrad spielen Karten und beobachten die Regentropfen, wie sie die Fensterscheiben hinabrollen.

Da tropft es mit einem Mal auf Konrads Kopf. „Oh nein! Unser Dach ist kaputt“, ruft er. Als die Sonne wieder scheint, sehen sich die beiden Freunde den Schaden an.

„Wir brauchen ein neues Dach“, stellt Karl fest.
„Was ist denn hier passiert?“, fragt plötzlich Jemand.
„Sieht nach viel Arbeit aus“, sagt ein anderer Jemand.
„Wer seid ihr denn?“, will Karl wissen.
„Ich bin Pit“, sagt der eine Jemand.
„Und ich bin Pat“, sagt der andere Jemand.
„Was macht ihr hier?“, fragt Konrad.
„Wir sind auf dem Weg zum Fluss und wollen fischen. Aber genauso gut können wir euch ein bisschen helfen.
Das sieht wirklich sehr schlimm aus“, sagt Pit und kratzt sich am Kopf.

Zusammen decken sie das Dach neu. Pit und Pat pfeifen lustige Lieder, die Sonne scheint. Es könnte nicht schöner sein. Die vier arbeiten, bis es dunkel wird.

Dann erklärt Pat: “Jetzt müssen wir aber nach Hause.“
„Nehmt euch in Acht vor den Papus aus Papunien“, rufen Karl und Konrad noch, aber das hören ihre neuen Freunde schon gar nicht mehr.

Wenige Tage später bekommen Karl und Konrad Post:
Einladung: Lieber Karl und lieber Konrad,
ihr seid herzlich eingeladen zu Pits Geburtstag.
Kommt bitte am Montag, um 15.00 Uhr, in den Steppenweg 3 und bringt gute Laune und noch mehr Hunger mit.
Pit und Pat

Karl und Konrad staunen, als sie das Haus ihrer neuen Freunde sehen.
So ein außergewöhnliches Bauwerk haben sie noch nie gesehen.
„Sind wir die einzigen Gäste?“, wundert sich Karl.
„Außer euch kennen wir hier niemanden“, antwortet Pat. „Aber das macht nichts. Zwei gute Freunde sind mehr, als man sich wünschen kann.“

Es wird ein wunderschöner Geburtstag.
Erst springen alle durch den Rasensprenger, anschließend gibt es Sprudelsuppe und Ruckizuckikuchen.

„Hm, schmeckt das lecker.“ Karl und Konrad schmatzen.
„Das sind Rezepte aus Papunien“, erklärt Pit und lädt sich noch ein Stück Kuchen auf seinen Teller.
„Aus Papunien???“
„Ja. Wir sind Papus aus Papunien. Wusstet ihr das denn nicht?“
„Wir … äh. Nein.“
Karl und Konrad sehen sich verblüfft an.
„Manchmal denken die Leute, dass man sich vor uns in Acht nehmen muss, aber das stimmt nicht“, sagt Pat traurig.
„Bessere Freunde als euch gibt es nicht!“ Da sind sich Karl und Konrad einig.

Und dann umarmen sie Pit und Pat. Ganz fest. So wie man Freunde umarmt, die man ganz toll mag.

Kontakt und weitere Informationen:

 

 

 

Babel e.V.
Haus Babylon
AG Puppentheater,
Projekt "Puppen träumen anders",
Projektleitung: Günter Els
Klausdorfer Str. 8
12629 Berlin
Tel.: (030) 998 58 91
e-mail: babel-berlin@t-online.de

www.haus-babylon.de

 

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