Suche

Seite Drucken
Seite Drucken

E-Card / Grußkarte

E-Card versenden
Arbeitsschwerpunkte 2012 im Quartier: Wo sehen Sie besonderen Handlungsbedarf?

Liebe Bewohner/-innen, wo drückt aus Ihrer Sicht  der Schuh am meisten im Quartier ? In welchen Tätigkeitsfeldern sehen Sie für 2012 besonderen Handlungsbedarf?
(Bitte entscheiden Sie sich für eines der Themenfelder.)

(Wenn Sie Ihre Meinung ausführlicher begründen wollen, schreiben Sie uns doch einen Leserbrief. Ihr QM-Team)

 

Ich finde wichtig ...

gute Nachbarschaft, gemeinsame Erlebnisse
Gestaltung für Brachflächen, Pflege für Grünflächen
gute Kitas und Schulen
aktive Beteiligung der Bewohner
Arbeit, Beschäftigung, Qualifizierung
Kunst und Kultur im Quartier
besseres Image für den Kiez
andere Bereiche
Ich wohne nicht im QM-Gebiet.

Dieses Projekt wird gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms "Soziale Stadt".

Gefördert 2008/2009 aus dem Quartiersfonds 3:

Die KIEZREPORTER berichten ...

... über die Buchpräsentation mit dem Schauspieler Ernst-Georg Schwill am 07.06.09


Fördermittel gut angelegt

- von Dr. Siegfried Birkner -

Zu einer Sonntagsveranstaltung waren viele Literaturfreunde in in die Peter-Weiss-Bibliothek Hellersdorf gekomnmen. Herr Ernst-Georg Schwill stellte sein Buch vor. Es trägt den Titel "Is doch keene Frage nich". Wieder hatte das Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade die Veranstaltung mit Fördermitteln ermöglicht. Diese Kulturförderung hatte sich gelohnt.

Vielen Besucherinnen und Besuchern war Ernst-Georg Schwill aus seinem Schaffen als DDR-Schauspieler und Darsteller in Filmen und Fernsehproduktionen bekannt. Sogar an sein Mitwirken am Trabrennen der Prominenten erinnerten sich einige Gäste.

Aber eine Überraschung für viele war sein Buch, dessen Produktion ihn nicht immer glücklich gemacht hat. Nur mit der tatkräftigen Hilfe von Frau, Schwester und Nachbarin ist das interessante Buch geboren worden. Über die Mühen, die er dazu aufbringen musste, staunt er noch heute. "Ich habe doch keine Maschine. Alles musste ich mit dem Kugelschreiber auf das Papier bringen, und meine Frau hat das auf den Computer getippt." Auch sein Freund Külow hat ihn motiviert, und nun ist das Kindlein geboren und wurde der Hellersdorfer Leserschar vorgestellt. Welch ein Gewinn für jeden Leser und jede Leserin!

Ernst-Georg Schwill ist ein fabelhafter und humorvoller Erzähler - in Wort und Schrift. Das beweisen die Episoden aus den Kinderjahren in Berlins Zehdenicker Straße: das "Leibchen" als Bestandteil der Kinderkleidung und die Erinnerung an den "ersten Suff" ließen vornehmlich die älteren Zuhörer und Zuhörerinnen schmunzeln. Das belegen auch die zahlreichen Schnurren aus der Berufstätigkeit: Das Probefahren mit einem "Tschaika" in Alt-Köpenick und das ehrliche Bekenntnis:"Wir waren eine sozialistische Brigade" riefen Erinnerungen wach und sorgten für viel Beifall auf "offener Szene".

Aber auch Ernsthafteres wurde von Buchautor und Gästen der Buchpräsentation erörtert. So wurde nach dem Zusammenwirken mit solchen Schauspielern wie Erwin Geschoneck, aber auch mit heutigen Kolleginnen und Kollegen gefragt. Schwills Antworten gewährten Einblicke in die Produktionsunterschiede zwischen DEFA und DDR-Fernsehen einerseits und den heutigen gesamtdeutschen Produktionen andererseits, in denen alles fix und möglichst billig hergestellt werden muss.

Bei dieser Erörterung kamen die jetzigen Regisseure in der Beurteilung nicht gut weg. Einige von ihnen verstünden die deutsche Sprache nicht, sie beherrschten lediglich die Beamtensprache. "Bei uns gab es keine Stars, allenfalls Hauptdarsteller. Im Grunde sind wir immer Gaukler zum Anfassen  gewesen", berichtete Schwill ehrlich und konsequent. Dieses Bekenntnis und die Erzählungen haben den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung sehr gefallen.

Text: Dr. Siegfried Birkner
Juni 2009
veröffentlicht in jot w.d - Die Bürgerzeitung aus Marzahn-Hellersdorf (7/2009)

Foto: Verlag "Das Neue Berlin": www.das-neue-berlin.de

 

 

KIEZREPORTER - was ist das denn ?


 

Mehr zum Quartiersprojekt KIEZREPORTER/KIEZKOLLEKTOR erfahren Sie

HIER