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Zum "Sparpaket" der Bundesregierung:

Rund 80 Milliarden Euro will die Bundes- regierung mit dem Maßnahmenpaket des sogenannten Haushaltsbegleitgesetzes bis 2014 einsparen. Was meinen Sie: Wie wird sich dieses "Sparpaket" auf Ihre persönlichen Lebensumstände auswirken?

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Dieses Projekt wird gefördert durch die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms "Soziale Stadt".

Gefördert 2009 aus dem Quartiersfonds 2:

Ausstellung "Das gebrochene Schweigen" - Geschichte und Alltag der Deutschen aus Russland:

"Heimat in der Fremde" - Filmaufführung:


Filmemacher Eugen Schlegel (2.v.r.) im Gespräch

Junge Aussiedler erzählen.
"Heimat in der Fremde" (2007)
Buch/Kamera/Regie: Eugen Schlegel


Der Film:
Der Film ist eine Momentaufnahme des Lebens von vier Aussiedler-Jugendlichen, die mit ihren Eltern aus den GUS-Staaten in die Heimat ihrer deutschen Vorfahren umgesiedelt sind. Der Film begleitet die Jugendlichen in verschiedenen Lebensphasen ihrer "Ankunft". Sie sprechen offen über die Ängste, die Träume und die Freundschaft. Ihre subjektiven Empfindungen des Deutschseins beschreiben den persönlichen Integrationsprozess.

Den Dokumentarfilm über die jungen Spätaussiedler hat Eugen Schlegel (geb. 1975 in Karaganda/Kasachstan, seit 1989 in Deutschland, Absolvent der Filmhochschule Babelsberg, mehrere internationale Auszeichnungen) 2007 gedreht. Die Idee dazu hatte die Quartiers-Agentur Marzahn Nord-West.

Am 03.11.2009 wurde die Dokumentation im Rahmen der Wanderausstellung "Das gebrochene Schweigen" des Lyra e.V. im Laden Hellersdorfer Promenade 20 gezeigt. Anschließend begab sich Regisseur und Kameramann Eugen Schlegel mit seinen Zuschauern ins Gespräch.

Das Filmgespräch:
"Diese Jugendlichen stehen unter einem enormen Druck." berichtet Schlegel. "Für mich war es wichtig, die Kraft zu zeigen, die sie aus sich selbst schöpfen." Zum Beispiel bei SirJoga, dem Hochgeschwindigkeits-Rapper, der seine Gedanken und Gefühle in russischsprachige Hip-Hop-Poesie verarbeitet.

Oder bei der jungen Frau im Film, die in einer Berliner Amtsstube überraschend erfährt, dass sie für den ersehnten deutschen Pass ihren Vatersnamen ablegen soll. "Den brauchen Sie hier nicht mehr." stellt die Behördenangestellte klar. Vorname, Familiename - fertig. Die junge Frau auf der Leinwand blickt trotzig, als ein Teil ihrer vertrauten Namensmelodie einfach verschwindet.

Im Publikum des Dokfilm-Abends sind viele Spätaussiedler. Sie kommen schnell miteinander ins Gespräch, tauschen ihre Erfahrungen mit dem Deutsch-Sein in Deutschland aus. Bevor sie hierher kamen, waren sie zuhause "die Deutschen", sehr oft auch "die Faschisten". Hier in Berlin sind sie "die Russen". Ein junger Mann im Publikum berichtet über seine erste Zeit in der neuen Heimat: "Ich kam mir vor wie in Nimmerland." Er sagt es in akzentfreiem Deutsch und erzählt von seinen Freunden - Deutschen, Russen, Türken. Völlig egal, wo einer herkäme.

Sprache hat zentrale Bedeutung, ist sich das Filmpublikum dieses Abends einig. Aber viele jugendliche Spätaussiedler pflegen ihr Russisch, so wie früher in Russland die Eltern und Großeltern ihr Deutsch gepflegt haben. Sie sind stolz. Im Film brachte es ein junger Mann auf den Punkt: "Ich bin russischsprachiger Deutscher."

Es wäre interessant zu erfahren, wie einheimische Jugendliche den Dokumentarfilm "Heimat in der Fremde" diskutieren. Leider waren sie an diesem Abend nicht dabei. Aber vielleicht kann der Streifen ja mal an einem Ort laufen, der für Jugendliche interessanter ist als ein leer stehender Laden.

Text: KM

 

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