Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade

Bericht zum Aktionsfonds 2020

Mit dem Aktionsfonds wurden im Quartier Hellersdorfer Promenade auch im Jahr 2020 Aktionen gefördert, die Nachbarschaften fördern und das Quartier aufwerten. Einen Rückblick bietet der aktuelle Aktionsfonds-Bericht.


Bilder: Nina Fuchs (Parzelle X), Andreas Hanisch, Andreas Hanisch, Sabine Schwarz, Sabine Schwarz

Für den Aktionsfonds 2020 stellte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für das Quartier Hellersdorfer Promenade 10.000 € zur Verfügung, um Aktionen zu veranstalten, die die Aufwertungsprozesse des Quartiers unterstützen, sowie die Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner und Nachbarschaften fördern sollen. Die siebenköpfige Aktionsfonds-Jury bewilligte 2020 alle der 11 eingereichten Projektanträge, wovon pandemiebedingt aber nur 10 Projekte umgesetzt werden konnten. In drei Aufrufen vergab die Jury bis auf 1.064,16 € alle Mittel. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde die Projektlaufzeit einiger Aktionen bis zum 31.12.2020 verlängert, um eine Umsetzung der Aktionen zu garantieren. Es bleibt ein Restbetrag von 1.064,16 €, der aufgrund der Pandemie und den Kontaktbeschränkungen ab Anfang Dezember 2020 nicht mehr vergeben werden konnte.  

 

Der größte Teil der Mittel ist für kleinere Verschönerungsaktionen im öffentlichem Raum verwendet wurden. Neben dem Bürgergarten Helle Oase konnten auch Beete um Baumscheiben in der Hellersdorfer Promenade und der Quartiersschulgarten der Pusteblume Grundschule vom Aktionsfonds profitieren. Die Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen hat dafür vier Beete für die Aktion „Neue Beete für’s Quartier“ zur Verfügung gestellt. Wer eine Patenschaft, verbindlich für eine Vegetationsperiode, übernehmen möchte, konnte sich hierfür anmelden.

 

Der Träger Parzelle X, Träger des Quartiersschulgarten, hat ein „Grünes Klassenzimmer“ für die ca. 800 Schüler*innen der Pusteblume Grundschule bauen lassen. Mit den bewilligten Sachmitteln aus dem Aktionsfonds konnte ein Tischler auch während der Kontaktbeschränkungen das Schulzimmer aufbauen. Die Beteiligung von Bewohner*innen und Schülern musste leider ausfallen. Ziel des Projektes „Klassen lernen Klimaschutz“ war es herauszufinden, wie sich unterrichtsbegleitende Veranstaltungen zu Natur- und Umweltthemen des Freilandlabors Marzahn auf die Haltung und das Verhalten der beteiligten Schüler auswirkt.

 

Mit der Aktion „Frühling für Kinder“ sollten gemeinsam mit Engagierten öffentliche Aktionen, wie Aufräumaktion mit den Kehrbürgern oder den gemeinsamen Bau eines Spielzeugschuppens stattfinden. Die Aktivitäten wurden ersetzt durch kleinere Tätigkeiten der Ehrenamtlichen auf der Hellen Oase. Von Juni bis September konnten dann aber 21 Bastel-, Spiel- und Lernveranstaltungen stattfinden. Im Projekt „Neues für die Oase“ vom Bürgergarten Helle Oase wurde zusammen mit Anwohner*innen und interessierten Ehrenamtlichen aus ganz Berlin eine Sitzbank aus Europaletten gebaut, die den Wünschen der Nutzer*innen entspricht und Aufenthaltsqualität für bis zu zehn Personen bietet. Mit der Aktion „Insektenhotels, Vogelhäuser und mehr aus Holz für Quartiersgärten“ wurden im Rahmen der Umweltbildung sowie zur Bildung für nachhaltige Entwicklung Holzobjekte für zwei Nachbarschaftsgärten im Quartier gebaut. So entstanden zwei Fledermauskästen, vier Vogelhäuser und ein Insektenhotel.

 

Aktionen wie Veranstaltungen und Feste mussten abgesagt werden. Jedoch konnte im Sommer das Krocketturnier, ein weiteres Kiezfest, im Quartier stattfinden. Mit der Aktion „Open Air Graffiti“ wurde weiterhin eine Aktion zum „Schöner leben ohne Nazis“ unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen angeboten. Mit viel Kreativität wurden große Stellwände mit Motiven der Besucher*innen besprüht. Dieses Engagement der Streetworker aus Hellersdorf-Nord wird jedes Jahr von der Aktionsfonds-Jury befürwortet.  So wurde vor allem in den sommerlichen Monaten das nachbarschaftliche Zusammensein gestärkt und die Stadtteilkultur belebt. Weiterhin wurde mit der Neuauflage der Broschüre „Kultur ist: zu wagen. Zur Geschichte der Veranstaltungen der Peter-Weiss-Bibliothek“ zum 30-jährigen Bestehen der Peter-Weiss-Bibliothek ein Beitrag zur Stadtteilkultur geschaffen. Veranstaltungen rund um das Jubiläum wurden in das Jahr 2021 verschoben. Die Mittel, die dafür zur Verfügung standen, wurden im Aktionsfonds nicht abgerufen. Die Peter-Weiss-Bibliothek wird seit 30 Jahren durch ehrenamtliche Mitarbeiter *innen jeden Dienstag und Donnerstag im Quartier besetzt. Daneben engagiert sich die Bibliothek bei öffentlichen Festen und Veranstaltungen.

 

Zu guter Letzt wurde von einer engagierten Akteurin aus dem Quartier zum Tag der Menschenrechte am 10.12.2020 eine Bannerausstellung „Menschenrechte sind unteilbar“ mit Künstler*innen aus dem Bezirk und engagierten Akteur*innen und Bewohner*innen aus dem Quartier organisiert. Die Ausstellung beinhalten 10 Poster zu je einem Schwerpunkt, wie beispielsweise Seniorinnen und Altersdiskriminierung, Diskriminierung von Frauen oder Menschen mit Behinderungen. Die Ausstellung wurde feierlich unter Anpassung der Hygiene-Standards am 10.12. von der Vorsitzenden des Bündnisses für Demokratie und Toleranz in Marzahn-Hellersdorf und der Bezirksoberbürgermeisterin eröffnet. Anschließend hing die Ausstellung im MGH Bunten Haus und wird durch den Bezirk weiterziehen.