Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade

Gelungenes Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“

Am Samstag, den 4. September, fand das diesjährige Demokratiefest „Schöner leben ohne Nazis“ auf dem Alice-Salomon-Platz statt. Das bunte Programm des Festes markierte den Auftakt für die Interkulturellen Tage im Bezirk, die bis zum 24. September ein vielfältiges Programm mit unterschiedlichen Veranstaltungen bieten.


Text / Bilder: Kiezredakteur

Marzahn-Hellersdorf ist ein vielfältiger und bunter Ort –das wurde beim diesjährigen Fest „Schöner leben ohne Nazis“ am Samstag, den 4. September, aufs Neue deutlich. Über 40 Einrichtungen, Organisationen und Initiativen aus dem Bezirk waren auf dem Alice-Salomon-Platz vertreten und machten mit ihren Angeboten und Ständen deutlich, dass Marzahn-Hellersdorf für Vielfalt steht und keinen Raum für fremdenfeindliche Ressentiments und menschenverachtende Hetze bietet.

 

Aus dem Quartier Hellersdorfer Promenade waren u.a. der AWO Stadtteiltreff aus dem Haus Kastanie, die Peter-Weiss-Bibliothek und das Mehrgenerationenhaus Buntes Haus vom Träger Roter Baum Berlin tatkräftig mit ihren Angeboten vertreten. Letzteres verantwortete das Demokratiefest auch organisatorisch und die JFE Eastend unterstützte in Bezug auf die Bühnentechnik. 

 

Einen gemeinsamen Stand hatten auch die drei Quartiersmanagement-Teams aus dem Bezirk – alle drei zugleich aus Hellersdorf. Ein Erfolg war dabei die Aktion „Gemeinsam hier Zuhause!(?!)“, die von der Künstlerin Renata Faccenda von Aviatrix Berlin Atelier in Kooperation mit den drei Quartiersmanagement-Teams umgesetzt wurde. Auf einem Teilbereich des Alice-Salomon-Platzes waren so auf dem Asphalt verschiedene Bilder von bekannten Personen angebracht – darunter von dem bedeutenden Physiker Albert Einstein, von Nadeshda Tołokonnikowa von der Band Pussy Riots und von Charlotte von Mahlsdorf (Lothar Berfelde) als langjährige Leiterin des Gründerzeitmuseums in Berlin-Mahlsdorf. Jüngere wie auch ältere Bewohner*innen wurden anlässlich dieser Bilder gefragt, welche der abgebildeten Personen sie zu sich nach Hause einladen würden. Mit Tape Art wurde anschließend eine Linie zwischen ihrem aktuellen Aufenthaltsort und dem jeweiligen Porträt gezogen – so ergab sich ein buntes Liniengeflecht. Renata Faccenda bilanzierte: „Viele haben gesagt: 'Es ist mir egal, wo sie herkommen und welche Hautfarbe sie haben. Ich lade sie zu mir nach Hause ein.' Ich finde, das ist ein gutes Zeichen.“

 

Das Bühnenprogramm wurde durch eine Darbietung eines traditionellen, aus der vietnamesischen Kultur stammenden Drachentanzes bereichert. Außerdem gab es Auftritte der interaktiven Beatboxshow „The Razzzones“, von Olaf Ruhl mit jiddischen Liedern, der „Peli-Dancers“ von der Villa Pelikan und der AWO, der jungen Metal Band „Afterlife“ und von „Berlin Boom Orchestra“.

 

Unter dem Motto der Vielfalt stehen auch alle weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Interkulturellen Tage Marzahn-Hellersdorf. Bis zum 24. September finden an verschiedenen Orten im Bezirk abwechslungsreiche und bunte Veranstaltungen statt. Das vollständige Programm ist unter https://www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/_assets/integration/programm_interkulturelle_tage_2021.pdf zu finden.