Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade

Informieren über die zukünftige Quartiersentwicklung: Hybrider Quartiers-Info-Abend am 28. April

Beim ersten hybriden Quartiers-Info-Abend am 28. April informierte das Team des Quartiersmanagements über Inhalte des neuen Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts. Das Konzept bildet die Grundlage für die Arbeit des Quartiersmanagements in den Jahren 2022 bis 2024. Interessierte konnten die Veranstaltung im Lernzentrum Helliwood besuchen oder sich online dazuschalten.


Text / Bild: Kiezredakteur

Das neue Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept ist Grundlage für die Arbeit des Quartiersmanagements in den Jahren 2022 bis 2024. Es entstand unter Beteiligung von Quartiersbewohner*innen, Projektbeteiligten und verschiedenen Ebenen und Fachämtern der Verwaltung. Möglichkeiten zum Mitreden und eigene Standpunkte einzubringen gab es letztes Jahr Anfang November im Rahmen einer Zukunftswerkstatt.

 

Für die Präsentation des fertigen Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts am Donnerstag, den 28. April wurde ein hybrides Veranstaltungsformat gewählt. Das heißt, dass dieser erste hybride Quartiers-Info-Abend in Präsenz im Lernzentrum Helliwood im Baukasten am U-Bahnhof Hellersdorf stattfand. Von hier aus wurde die Veranstaltung über das Internet übertragen. Interessierte konnten sich online dazuschalten und die Veranstaltung von anderen Orten verfolgen.

 

Nach einer kurzen Begrüßung und Überblick über die Aufgaben des Quartiersmanagements stellten Vertreter*innen des QM-Teams die aktuelle Entwicklung, geplante Maßnahmen und Projekte in den einzelnen Handlungsfeldern des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts vor.

 

Ein zentrales Handlungsfeld im Quartier Hellersdorfer Promenade ist das Thema Bildung. Wenn durch Neubauten viele neue Bewohner*innen im Quartier dazukommen, müssen ausreichende schulische Kapazitäten und ein ausreichendes Angebot an vorschulischen und außerschulischen Bildungs- und Betreuungsangeboten vorhanden sein. Das Netzwerk „Bildungscampus Kastanie“ vernetzt die Pusteblume-Grundschule als zentrale schulische Institution im Quartier mit umliegenden Bildungseinrichtungen entlang der Kastanienallee, welches es zu verstetigen gilt. Eine wichtige Herausforderung ist und bleibt die Ansprache und Zusammenarbeit mit Eltern. Hier ist das Ziel, Eltern passgenaue Angebote zur persönlichen Weiterqualifizierung zukommen zu lassen. Das Aufholen von Lernrückständen nach Corona ist bei Schüler*innen ein Thema, alleinerziehende Eltern im Quartier haben außerdem mitunter mit erheblicher Stressbelastung im Alltag zu kämpfen. Mit dem Projekt „Gesund und Munter“ bietet die Kreativ in Bildung gGmbH ab sofort kostenlose psychosoziale Erstberatungsangebote in Hellersdorf-Nord. Anknüpfend an die hier deutlich werdenden Bedarfe sollen auch Gruppenangebote eingerichtet werden.

 

Weitere Handlungsfelder sind Nachbarschaft, Öffentlicher Raum, Gesundheit und Bewegung und Beteiligung, Kooperation und Vernetzung. Klimaschutz zieht sich als Querschnittsthema durch alle Handlungsfelder hindurch.

 

Die immer weniger werdenden Frei- und Brachflächen im Quartier sollen, wo das machbar ist, zu lebendigen Begegnungsorten für die Nachbarschaft entwickelt werden. Hier sollen Orte für Sport- und Freizeitmöglichkeiten, unter anderem mit regelmäßigen kostenlosen Bewegungsangeboten, entstehen. Diese Flächen sollen, zum Beispiel durch Entsiegelung, auch dem Klimaschutz Rechnung tragen.

 

Eingerichtete Urban-Gardening-Ansätze im Quartier müssen langfristig gesichert werden.

 

Anknüpfend an die Erläuterungen zu grüner Infrastruktur stellten Daniel Dermitzel vom Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin und Dr. Ina Säumel von der Humboldt-Universität zu Berlin das Edible Cities Network vor. In diesem internationalen Netzwerk setzen sich Bündnispartner für eine nachhaltige Umgestaltung der Ernährungswirtschaft ein. Zentrale Idee: Fruchtbare Ansätze gibt es – auf Quartiersebene ­– auch in der Stadt. Außerdem ist das Team des Gutsgartens mit der Gesobau und einem Landschaftsarchitekturbüro im Gespräch, um Ansätze essbarer Landschaften im Umfeld der Neubauten im Quartier zu verwirklichen. Passend zu diesem Thema lieferte ein Fahrradkurier von Prinzessinnengarten Neukölln selbstgemachte Stullen mit Brotaufstrichen zur Stärkung. 

 

Unter den gekommenen Nachbar*innen schlossen sich interessante Diskussionen an. Für weitere Fragen steht das Team des Quartiersmanagements jederzeit zur Verfügung – auch für alle, die den Quartiers-Info-Abend verpasst haben oder online nicht in gewünschter Weise teilnehmen konnten. Das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept für die Jahre 2022 bis 2024 gibt es voraussichtlich ab Herbst 2022 als PDF-Datei zum Download.