Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade

Roadshow für Bürger*innenbeteiligung der Zukunft

In einem Prozess zur Entwickling von Leitlinien für bezirkliche Bürger*innenbeteiligung machte am Donnerstag, den 25. November, eine Roadshow auf dem Alice-Salomon-Platz Station. Auch der neue Bezirksbürgermeister Gordon Lemm verschaffte sich einen Einblick, welche Wünsche Bürger*innen für Bürger*innenbeteiligung in der Zukunft äußerten.


Text / Bilder: Kiezredakteur

Die Ansprüche und Erwartungen an Bürger*innenbeteiligung haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Welche das sind, werden momentan im Rahmen eines Prozesses zur Entwicklung von Leitlinien für zukünftige Bürger*innenbeteiligung im Bezirk in Erfahrung gebracht. Eine wichtige Station auf diesem Weg ist eine Roadshow, die zuletzt an mehreren Stationen im Bezirk Halt gemacht hat.

 

„Wir haben ein Auto gemietet und fahren damit durch den Bezirk. Wir wollen die Bürger*innen fragen, wie sie beteiligt werden wollen, wie sie sich Beteiligung vorstellen und welche Erfahrungen sie mit Beteiligung gemacht haben“, berichtet Inga Möller vom Büro slapa & die raumplaner, das vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf mit der Durchführung der Roadshow beauftragt wurde und gemeinsam mit der Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (OE SPK) das Konzept dafür entwickelt hat. 

 

Zum Termin der Roadshow am Donnerstag, den 25. November, auf dem Alice-Salomon-Platz konnte auch Gordon Lemm, der erst vor wenigen Tage neu gewählte Bezirksbürgermeister des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, begrüßt werden. Für ihn hat Bürger*innenbeteiligung einen hohen Stellenwert in seinem neuen Amt. „Wir müssen Menschen, die von Maßnahmen betroffen sind, informieren, sie mitnehmen und fragen: Was ist eure Meinung? Wie könnt ihr euch einbringen und eure Umgebung mitgestalten?“, so Gordon Lemm. Wenn bei Bauvorhaben die Bagger rollen, ist es für Bürger*innenbeteiligung oft zu spät. Bürger*innen wünschen sich frühzeitige Informationen von Fachämtern, die proaktiv handeln und unvoreingenommen und offen für Dialogprozesse mit Bürger*innen sind.

 

Besonders gilt das für Maßnahmen und Projekten, bei denen Beteiligung nicht durch Gesetz oder Verwaltungshandeln vorgeschrieben ist. Durch ein Konzept wie die Roadshow kann Bürger*innenbeteiligung ganz nah an den Bürger*innen sein und ganz verschiedene Zielgruppen erreichen.

 

Dass es hier viel Bedarf und Potenziale gibt, wurde an den zahlreichen Begegnungen und Gesprächen bei der Roadshow auf dem Alice-Salomon-Platz deutlich. Sehr spannend sind besonders die Themen, die im Bezirk in der nächsten Zeit ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Bezirksbürgermeister Gordon Lemm nennt hier den Wohnungsneubau an vielen Stellen, den Neubau von insgesamt 12 neuen Schulen im Bezirk oder die Pläne, dass auch Marzahn-Hellersdorf ein Freibad erhalten soll.