Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade

Beetpatenschaften feierlich besiegelt

Am Tag der Nachbarn im Quartier Hellersdorfer Promenade wurden die neuen Beetpatenschaften mit Urkunden feierlich besiegelt. Außerdem gab es mehrere Aktionen rund um den grünen Daumen: Groß und Klein konnten sich gemeinsam engagieren, Neues erfahren und sich näher kennen zu lernen.


Text / Bilder: Kiezredakteur

Der Tag der Nachbarn am 28. Mai im Quartier Hellersdorfer Promenade hatte es in sich: Mit ihm fand zugleich die Aktionsreihe Beetpatenschaften als Teil des Projekts „Sicher, sauber, hell – Stammtisch Grün“ einen ersten feierlichen Abschluss.

 

Schon im Rahmen einer Auftaktveranstaltung am 11. März und im Rahmen einer Beetpflanzaktion am 29. April wurden vier Beete entlang der Hellersdorfer Promenade fit für die blühende Saison gemacht. Helfende Hände kamen neben Bewohner*innen von Mitarbeiter*innen vom Projektträger stadt.menschen.berlin, vom Bürgergarten Helle Oase, von angrenzenden Einrichtungen und vom Quartiersmanagement. Unter anderem wurde bei diesen Terminen mit dem Schubkarren Erde aufgeschüttet, die Beete gerächt und erste Aussaaten und Bepflanzungen vorgenommen. Außerdem erhielten die Beete Namen und wurden Beetpat*innen für sie gesucht. 

 

Diese Suche hatte Erfolg: Eine ganze Menschentraube hatte sich trotz des leichten Nieselregens versammelt, als am Tag der Nachbarn ein kleiner Rundgang zu den Beeten unternommen und Urkunden und kleine Aufmerksamkeiten an die Beetpat*innen übergeben wurden. Die Beetpat*innen werden sich in der kommenden Vegetationsperiode verbindlich um ihre „Schützlinge“ kümmern. Fachliche gärtnerische Beratung und Betreuung bietet ihnen weiterhin das Team vom Bürger*garten Helle Oase. 

 

Frauenpower für Flowerpower

 

Mittlerweile gibt es mehr Beetpatenschaften als die Zahl der Beete. Bei mancher Beetpatenschaft steht gleich eine ganze Gruppe dahinter. Nicht verwundern konnte daher, dass im Rahmen der Feierlichkeit Tamara Rjazapowa gleich das Mikrofon an sich griff. Sie sagte: „Ich möchte Danke sagen und damit gleichzeitig meine Frauen erwähnen, darunter Maria, Lydia, Galizia, Rosa. Zusammen kümmern wir uns um das Beet.“ Die Frauen bilden mittlerweile eine starke Gemeinschaft und waren schon bei anderen vom Quartiersmanagement geförderten Projekten gemeinsam aktiv (unter anderem in der Gruppe „Der Friedhof kann noch lange warten“ als Teil des Projekts „Lebendige Nachbarschaften“). Zur feierlichen Übergabe der Urkunden für die Beetpatenschaften waren auch die direkte Wahlkreisabgeordnete und Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die Linke) und Vertreter*innen der Deutsche Wohnen anwesend. Seit acht Jahren gehören die Wohnungsbestände entlang der Hellersdorfer Promenade mehrheitlich der Deutsche Wohnen. Zur Vorbereitung der Beete für die Saison hatte das Wohnungsunternehmen die Erde gesponsert, außerdem Wertgutscheine für den Baumarkt für die Beetpat*innen zur Verfügung gestellt. So wird weiterhin ein engagiertes und tatkräftiges Beetbepflanzen ermöglicht. 

 

„Wir freuen uns, wenn wir mit solchen Aktionen die Mieter*innen abholen und gleichzeitig binden können. Als die Anfrage vom Quartiersmanagement kam, signalisierten wir von Anfang an, dass wir hier unterstützen und Anreize geben, wo wir können“, führt Katharina Jähnig vom Kundenstandort der Deutsche Wohnen in der Hellersdorfer Promenade 1 aus. „Ein schönes und grün erblühendes Wohnumfeld gibt Halt – gerade in verdichteten und wachsenden Häuserreihen einer Großwohnsiedlung, während lang anhaltenden Pandemiezeiten und in Haushalten, die über kein so hohes Einkommen verfügen“, so Katharina Jähnig weiter.

 

Während des Rundgangs entlang der Beete sprach Beetpatin Doris Stanke das wichtige Thema Vandalismus an den Beeten an. Es muss unbedingt vermieden werden, dass auf den Beeten herumgetrampelt wird und liebevolle gärtnerische Erfolge zunichte gemacht werden. Hier setzt die Strategie an, für möglichst viele Menschen aus der Nachbarschaft einen emotionalen Bezug zu den Beeten herzustellen. Wer einen emotionalen Bezug zu einer Sache hat, gibt darauf mehr Acht. Um dies für die Beete zu erreichen, muss nicht immer gleich eine „große“ Beetpatenschaft mit einer Kooperationsvereinbarung besiegelt werden. Das Bienenbeet ist zum Beispiel in mehrere Teile unterteilt. Damit kann hier auch eine Beetpatenschaft für einen kleineren Abschnitt übernommen werden. Momentan sind noch einige Abschnitte frei. 

 

Außerdem übernehmen die benachbarte Kita Artis, die Kita Kleine Kapitäne, das Mehrgenerationenhaus Buntes Haus und Mittendrin leben e.V. Beetpatenschaften als Einrichtungen. So können viele Beteiligte zu unterschiedlichen Zeiten an den Beeten mitgärtnern und mitwirken. 

 

Viele Aktionen rund ums Gärtnern und um die Beete waren auch am Tag der Nachbarn geboten. Groß und Klein konnten nachmittags an verschiedenen Stationen unter anderem Saatbomben bauen, Steine bemalen, Sonnenblumen topfen, Pflanzenschilder beschriften, Kunstradierungen und Tomatenpflanzen geschenkt bekommen. Wie es sich zum Tag der Nachbarn gehört, kamen auch dieses Jahr der nachbarschaftliche Austausch und nachbarschaftliche Kontakte nicht zu kurz. Während des gemeinsamen Arbeitens an den Beeten tauschten sich die Beteiligten zu ihren Hobbys aus: Da ist die Taucherin vom Stechlinsee, die Windsurferin vom Müggelsee oder die geplante große Fahrradtour im Herbst. Ein grüner Daumen verbindet – auf kurz und länger.