Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade

Tiny House feierlich eingeweiht – mit Nachbarschaftscafé und Sharing Point

Ein neues ökologisches Tiny House wurde am 7. Oktober auf dem Bürgergarten Helle Oase feierlich eingeweiht. Hier findet bald ein Nachbarschaftscafé statt und wird ein Sharing Point eingerichtet – die „Fairschenke“.


Text / Bilder: Kiezredakteur

Seit 2012 gibt es den Bürgergarten Helle Oase, der offen für alle ist. Ein neues Tiny House bietet ab sofort ein Dach über dem Kopf – auch an regnerischen Tagen. Eine Einweihungsfeier am 7. Oktober bildete den Auftakt für nachbarschaftliche Angebote und einen Sharing Point, die im Tiny House angesiedelt werden.

 

Nachbarschaftscafé startet nach den Herbstferien

 

„Ich freue mich, dass wir das Tiny House jetzt haben und dass es dienstagnachmittags immer tolle Angebote geben wird“, berichtete bei der Einweihung Katrin Gransow von KIDS & CO. Gemeint ist damit ein Nachbarschaftscafé, das nach den Herbstferien jeden Dienstag von 15 bis 18 Uhr im Tiny House auf der Hellen Oase stattfinden wird. In diesem Rahmen werden außerdem Lebensmittel, die noch verwertbar sind, mit anderen getauscht – die so genannte „Fairschenke“. Das Tauschen und Mitnehmen bezieht sich dabei auch auf andere Dinge wie beispielsweise Bücher, die zum Wegwerfen zu schade sind und über die sich jemand anderes sehr freuen kann.

 

Im Zeichen von Klimaschutz und Beteiligung

 

Die Themen Klimaschutz und Beteiligung werden im Bürgergarten Helle Oase zu jeder Zeit groß geschrieben. Angeleitet von einem Permakulturdesigner wurde das Tiny House unter anderem von Ehrenamtlichen und Jugendlichen aus der Jugendberufshilfe von KIDS & CO ab April in einem Zeitraum von mehreren Monaten gebaut. Errichtet wurde das Tiny House rein ökologisch, es wurde kein Plastik dabei verwendet. Pünktlich zur Einweihung wurde außerdem eine Spüle fertiggestellt, die Ehrenamtliche aus wiederverwertbaren Materialien (sog. „Upcycling“-Materialien) zusammengebaut haben. Der gebrauchte Spültisch ist eine Spende aus einem Krankenhaus.

 

Mit dem Tiny House ist der neueste Zuwachs auf dem Bürgergarten Helle Oase noch nicht abgeschlossen: Noch in diesem Jahr wird zusätzlich zum Grill ein Pizza- und Brotbackofen auf der Hellen Oase errichtet. Die nachbarschaftlichen Aktivitäten in diesem Zusammenhang nahmen bereits bei der Einweihungsfeier am 7. Oktober Fahrt auf: Die Frauen, die sich in der Gruppe „Der Friedhof kann noch lange warten“ im Rahmen des Projekts „Lebendige Nachbarschaft“ im Mehrgenerationenhaus Buntes Haus zusammengefunden haben, überraschten ihre Nachbar*innen mit russisch-ukrainischen Spezialitäten „Borschtsch“ und „Pelmeni“ – kleine Teigtaschen, die auch ohne Fleisch richtig lecker schmecken. Den Grill mit vegetarischen Würstchen und die Essensausgabe betreuten Schüler*innen der Konrad-Wachsmann-Schule. Im Rahmen des Schulprojekts „Verantwortung“ ist jeweils eine Gruppe von vier Schüler*innen ein Jahr lang in den Bürgergarten Helle Oase „abgeordnet“. Die Schüler*innen arbeiten und engagieren sich hier regelmäßig und werden in Zukunft beim Nachbarschaftscafé am Dienstag und bei Kochveranstaltungen, die monatlich mit geretteten Lebensmitteln geplant sind, unterstützen.

 

Koordiniert werden die Einsätze der Schüler*innen der Konrad-Wachsmann-Schule und die nachbarschaftlichen Aktivitäten von Katrin Gransow, die neben Anna Juhnke auf der Hellen Oase im Bereich der Nachbarschaftsarbeit die Fäden in der Hand hält. Finanziert wird ihre Stelle bei KIDS & CO über das Projekt „MitGemacht! Teilhabe an Demokratie“, das über das Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade im Programm „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert wird.