Quartiersmanagement Hellersdorfer Promenade

Visionen in konkretes Handeln umsetzen: Zukunftswerkstatt im QM-Gebiet Hellersdorfer Promenade

Wie sollen das Quartier und ein gelingendes Zusammenleben im Quartier in Zukunft aussehen? Um darüber zu diskutieren, hatte das Quartiersmanagement am Freitag, den 5. November, Bewohner*innen und interessierte Akteure zu einer Zukunftswerkstatt eingeladen.


Text / Bilder: Kiezredakteur

Seit über 15 Jahren existiert das Quartiersmanagement an der Hellersdorfer Promenade. Dabei haben sich die soziale Lage im Quartier und die Herausforderungen, um deren Verbesserung sich das Quartiersmanagement bemüht, im Lauf der Jahre immer wieder verändert. Eine Arbeitsgrundlage für Projekte und Maßnahmen des Quartiersmanagements bildet ein Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK), das in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird. Momentan entsteht diese Arbeitsgrundlage für die Jahre 2022 bis 2024.

 

Für das Team des Quartiersmanagements war das ein willkommener Anlass, Bewohner*innen und an der Gebietsentwicklung interessierte Akteure am Freitag, den 5. November zu einer Zukunftswerkstatt einzuladen.

 

Von der Kritik zu Visionen – und von Visionen zu umsetzbaren Projekten

 

Nach einer Begrüßung durch QM-Teamleiterin Petra Haumersen und Moderatorin Irene Beyer tauschten sich die Anwesenden zunächst über die Quartiersentwicklung in den letzten drei Jahren aus. Dabei gibt es sicher Stellen, an denen noch nicht alles optimal läuft. Nahezu einig waren sich alle, dass sich die rege Bautätigkeit an verschiedenen Stellen im Quartier auf die Sozialstruktur auswirken wird und hierauf ein besonderes Augenmerk zu richten ist. Neue Nachbar*innen wollen integriert werden und besonders wichtig ist, dass die soziale Infrastruktur unter Berücksichtigung des Bevölkerungszuwachses adäquat angepasst und ausgebaut wird. 

 

Anschließend konnten und sollten die Anwesenden ihrer Kreativität freien Raum lassen. Eingeteilt in drei Gruppen entwickelten sie Visionen für die Zukunft verschiedener Bereiche der Quartiersentwicklung. Visionen müssen keine Utopien bleiben und so wurden in einem nächsten Arbeitsschritt konkrete Handlungsansätze aus diesen Visionen entwickelt. 

 

Gut vorstellen können sich die Teilnehmer*innen der Zukunftswerkstatt ein Garten- und Spielplatzprojekt am Liberty Park – dort, wo momentan die Skateranlage abgebaut und versetzt wird. Vielleicht ließe sich hier auch eine neue Heimat für BMX-Fahrer*innen etablieren. 
Nicht weniger einfallsreich sind Vorstellungen für Maßnahmen zur Umgestaltung des Alice-Salomon-Platzes. Nicht nur Gedankenexperimente müssen eine verbesserte Aufenthaltsqualität und sozial-, regional- und umweltverträgliche Nutzungen an diesem zentralen Ort bleiben. 

 

Wie es weiter geht

 

Die aus den Visionen abgeleiteten Handlungsansätze und erste Projektideen werden als Ergebnise dieser Zukunftswerkstatt an geeigneter Stelle im neuen Handlungs- und Entwicklungskonzept einbezogen werden. Geplant ist, die erste Fassung des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzepts, die bis März 2022 fertiggestellt sein wird, im Rahmen eines Quartiers-Info-Abends im April 2022 vorzustellen. Dieser soll, wenn möglich, „hybrid“ organisiert werden. Das bedeutet: Wer möchte, kann „analog“ teilnehmen, d.h. zu der Veranstaltung persönlich erscheinen, wer das nicht möchte oder kann, kann die Veranstaltung von zuhause aus digital (im Internet) verfolgen und sich via Chat-Funktion beteiligen. Das QM-Team hofft, dass die pandemische Lage Veranstaltungen dann (wieder) verantwortbar erscheinen lässt.